Digitalisierung erobert Risikolebensversicherung

Marktstudie von iptiQ und YouGov

  • Digitalisierung und Automatisierung haben das Kundenverhalten beim Kauf vonRisikolebensversicherungen in den letzten zehn Jahren stark verändert.
  • Die Anzahl der Kunden, die sich online informieren, ist in den letzten zehn Jahren um 170% gestiegen; die Nutzung von Vergleichsportalen ist sogar um 220% gestiegen.
  • Risikoprüfung online ist stark angestiegen; um über 300% binnen zehn Jahren.
  • Ungefähr 60% aller Käufer von Risikolebensversicherungen informieren sich auf ihrem Weg zum Abschluss online. Dabei wechseln viele Käufer zwischen Online und Offline; die Kombination aus selbständiger Recherche im Internet und einem Telefonat mit einem Berater ist verbreitet.

Eine neue Studie von iptiQ in Kooperation mit dem internationalen Marktforschungs- und Beratungsinstitut YouGov untermauert den starken Einfluss der Digitalisierung auf den Kaufprozess von Risikolebensversicherungen. Aus der Befragung von 5.000 Konsumenten in Deutschland zwischen 25 und 55 Jahren geht hervor, dass sich 60% der Käuferinnen und Käufer heutzutage unabhängig online informieren, was einem Zuwachs von etwa 170% binnen zehn Jahren entspricht. Auch Beratung und Risikoprüfung erfolgen zunehmend online. Diese Dynamik mag überraschen, handelt es sich doch bei der Risikolebensversicherung um ein üblicherweise beratungsintensives Produkt.

„Der digitale Wandel ist selbst bei komplexen Versicherungsprodukten deutlich zu spüren,“ sagt Dirk Rieken, Head Partnership Development bei iptiQ in Deutschland „2020 ist mehr als jedes andere Jahr zuvor ein Jahr der hybriden Customer Journeys. Kunden informieren sich medien-, kanal- und geräteübergreifend über Risikolebensversicherungen. Die Zeit, in der es sich Anbieter leisten konnten, keine starke Online-Präsenz zu haben, ist endgültig vorbei.“

Die Erhebung ergab zudem, dass der Abschluss einer Risikolebensversicherung infolge der COVID19-Pandemie an Dringlichkeit gewinnt. Unter denjenigen, die angaben, in den kommenden zwölf Monaten eine Risikolebensversicherung abschließen zu wollen, antworteten 40%, dass sie den Abschluss nun vorantreiben werden. Insgesamt hat die Risikolebensversicherung für die Teilnehmer der Studie an Bedeutung hinzugewonnen.

Die Studie identifiziert Trends in den verschiedenen Phasen des Abschlussprozesses, die Anbieter nutzen können, um ihre Produkte erfolgreich zu vermarkten:


Informationsbeschaffung: Recherche erfolgt vor allem online

Die Studie belegt einen deutlichen Trend hin zur unabhängigen Online-Recherche. Die Anzahl der Kunden, die sich online informieren, hat sich seit 2010 fast verdreifacht. Gleichzeitig stieg die Nutzung von Vergleichsportalen um 220%. Dagegen sank der Anteil derer, die bereits während der Informationsbeschaffung persönliche Beratung in Anspruch nahmen um 25%. Beim Vertragsabschluss eines komplexen Versicherungsprodukts wie der Risikolebensversicherung nutzen viele Kunden einen Vermittler, vor allem über telefonische Kontaktaufnahme. Die Kombination aus selbstständiger Internet-Recherche und einem Telefonat mit einem Berater ist besonders stark verbreitet.

Preisberechnung: Anbieterwebseiten und Vergleichsportale spielen eine zentrale Rolle

40% der Studienteilnehmer nutzen Anbieterwebseiten und Vergleichsportale, um ein Angebot einzuholen, zweimal so viele wie noch im Jahr 2010 – wobei viele Konsumenten beide Quellen kombinieren. Traditionelle Versicherungsvermittler sind lediglich bei jedem vierten Abschluss der erste Kanal, im Vergleich zu jedem zweiten Abschluss vor zehn Jahren. Persönliche Aufeinandertreffen werden daher immer seltener, während die Nutzung von Online-Kanälen und Telefon zur ersten Kontaktaufnahme massiv gestiegen ist.

Risikoprüfung: Automatisiert, online und in Echtzeit

Heutzutage wird die Risikoprüfung zu 61% Online, über das Telefon oder per E-Mail durchgeführt. Insbesondere die Prüfung online ist stark angestiegen, um über 300% binnen zehn Jahren. Entsprechend erwarten Kunden zunehmend, dass die Versicherung in einer einzigen Online-Session abgeschlossen werden kann. Sofern diese Kundenerwartung durch schnelle Prozesse erfüllt wird, erhöht sich die Wahrscheinlichkeit eines Abschlusses signifikant.

Vertragsabschluss: Vermehrt online

Obwohl derzeit 40% der Neuabschlüsse über Vermittler abgewickelt werden, besteht eine starke Tendenz hin zu online getätigten Abschlüssen. Die Nutzung von Vergleichsportalen und Anbieterwebseiten stieg in diesem Kontext in den letzten zehn Jahren um 220% beziehungsweise 110%. Im Jahr 2019 wurde erstmals die  Mehrheit der Anträge ohne persönlichen Kontakt eingereicht. Der physische Direktkontakt verliert also auch hier an Wichtigkeit. Dennoch nutzen Kunden auch hybride Beratungskonzepte angesichts der hohen Komplexität von Risikolebensversicherungen.

iptiQ

iptiQ ist eine digitale Plattform und ein White-Label-Versicherungsanbieter von Swiss Re mit dem Ziel, Versicherungen zugänglicher und erschwinglicher zu gestalten. iptiQ bietet seinen Partnern umfassende, digitale und maßgeschneiderte Lösungen für Lebens-, Kranken-, Sach- und HUK-Versicherungen, die es ihnen ermöglichen über ihre vertrauenswürdigen Marken Versicherungen zu verkaufen.

Lesen Sie jetzt den ganzen Report hier